Cloud Computing – Cloud-basierte Backup-Lösungen

Cloud ComputingDer Begriff Cloud Computing macht in letzter Zeit in der IT-Welt so richtig Furore. Gerade auch im Hinblick auf das Thema Enterprise Search, wird Cloud Computing immer wichtiger. Wachstumsraten von 22 Prozent werden dem „Cloud Computing“-Markt von Forrester (IT Marktforschungsinstitut) prognostiziert.

Dann wollen wir mal den Begriff „Cloud Computing“, allgemein, und „Cloud-basierte Backup-Lösungen“, im Besonderen, hinterfragen und durchleuchten.


Was bedeutet überhaupt „Cloud-basiert“, „Cloud Computing“, SaaS, IaaS oder PaaS?

Grundsätzlich bedeutet der IT-Begriff „Cloud“ (engl.) versteckt oder verborgen. „Cloud Computing“ bedeutet also verborgene oder versteckte Informationstechnologie.
IT-Infrastruktur, IT-Software oder IT-Eigenentwicklungen werden als IT Services über das Internet angeboten von verschiedenen Dienste Anbietern. IT-Abkürzungen SaaS (Software as a Service), IaaS (Infrastructure as a Service) und PaaS (Platform as a Service) stehen für die drei Bereiche, die im Cloud Computing unterschieden werden. Dabei handelt es sich um die Überordnung, für die es dann spezialisierte Anbieter von Services gibt. Viele ITK-Anbieter, große Softwarehersteller und Internetprovider haben sich diesem Thema bereits gewidmet und versuchen nun diesen Markt zu etablieren. Die Anbieter des „Cloud Computing“ werben mit mehr Flexibilität, erhöhte Skalierbarkeit und Kosteneffizienz für Unternehmen die Cloud Computing nutzen.

Flexibilität

Sie können schneller und flexibler auf Kunden-Anforderungen reagieren, da die Verwaltung und Wartung der IT-Ressourcen nicht die Kapazitäten Ihrer Mitarbeiter binden. Sie sind frei für die Kernkompetenzen.

Skalierbarkeit

Der Verwaltungsaufwand für die IT-Planung vermindert sich. Wartung und Bereitstellung der IT-Infrastruktur sinkt. Bedarfsspitzen können besser abgedeckt werden.

Kosteneffizienz

Die Verrechnung der Kosten für „Cloud Computing“ können entweder als Investition abgeschrieben oder in die Betriebsausgaben aufgenommen werden.

Das Abrechnungsmodell der Cloud Services ist nutzungsabhängig. Die Technologie können Sie für den gesamten Konzern, einzelne Abteilungen, intern, extern oder als Kombination aus Beidem verwenden.


IaaS (Infrastructure as a Service)

Mit IaaS können Sie Rechen- und Speicherleistung passend für Ihr Unternehmen oder einzelne Abteilungen entsprechend des Bedarfs skalieren und verwalten.
Im Zeitalter von Basel II, welches das Risikomanagement für Unternehmen vorschreibt, müssen die IT-Systeme eine Verfügbarkeit nachweisen, da die Existenz Ihres Unternehmens davon abhängen kann. Ein Ausfall eines IT-gesteuerten Produktionsprozesses zum Beispiel könnte fatale Folgen für das Unternehmen haben.
Der Vorteil von ausgelagerter IT-Infrastruktur ist eindeutig. Die Server werden im Dreischichtbetrieb vom Serviceanbieter überwacht, also 24/7. Meist sind die Rechenzentren der Serviceanbieter doppelt und dreifach gegen Ausfall gesichert. Die Anschaffung von teuren Serversystemen und ständig aktueller Software/Betriebssysteme entfällt für den Servicenehmer.


SaaS (Software as a Service)

SaaS ermöglicht die Nutzung verschiedener Software für Kommunikation, ERP, CRM, Email, Teamwork, Terminierung, Security-Services, … u.v.m. die Sie bereits kennen und im Einsatz haben. On-Demand können Sie die Software-Pakete abonnieren in der genauen Useranzahl, die Sie benötigen.
Ihr Vorteil, Kosteneffizienz durch Abrechnung nach Nutzung. Updateplanungsaufwand, Implementierungs- oder Roll Out Aufwand und Wartung entfällt.


PaaS (Plattform as a Service)

Dieses Abonnement ermöglicht den Einsatz von eigenen Applikationen auf einer gemieteten Serverplattform. Ihr Vorteil, kein Wartungsaufwand, Betreuung der Applikationsplattform durch den Serviceanbieter, d.h. Ihre Programmierer können sich auf Ihre Kernkompetenz „das Programmieren“ konzentrieren.

Wie können auch Sie „Cloud Computing“ nutzen?

Als IT-Entscheider sind Sie an Ihre IT-Budgets gebunden. Da der Kostendruck auf mittelständische Unternehmen durch die Globalisierung weiter steigt, sind natürlich „Stellschrauben“ für die Kostenreduzierung der IT-Landschaft in Unternehmen gefragt. Das bedeutet die Suche nach Einsparpotential innerhalb der IT-Personalkosten, der IT-Infrastrukturkosten oder der Wartungskosten.


Umsetzung „Cloud Computing“

Das Konzept des Cloud Computing ist komplex und nicht so einfach in die Tat umzusetzen. Der Planungsaufwand zur Strukturierung und Analyse Ihrer IT-Prozesse ist erheblich. KMU’s müssen ein Risikomanagement nach Basel II nachweisen, die dann schon einen Teil des Konzeptionsaufwand für die Einführung von Cloud Computing enthalten. Das Risikomanagement laut Basel II verlangt, dass Sie Ihre IT-Prozesse analysieren und das Risiko der einzelnen Prozesse bewerten, in EUR und in Priorität für das Unternehmen.

Um das Konzept „Cloud Computing“ umsetzen zu können, müssen Sie einen Überblick über die internen IT-Prozesse, den Sicherheitsbedarf für Anwendungen und IT-Infrastruktur (Bewertung von unternehmenskritischen – oder unternehmensunkritische Prozesse) und deren Kosten haben. Dafür ist zum Beispiel ITIL (IT-Infrastructure Library) ein sehr nützlicher Handlungsleitfaden, der es Ihnen erleichtert anhand vorgeschlagener Anweisungen Ihre IT-Prozesse zu analysieren, zu strukturieren und zu definieren.

Wenn bereits ein ITIL-Konzept vorliegt, ist der Weg zur Auslagerung spezifischer Prozesse nicht mehr weit. Wenn Sie mit „Cloud Computing“ beginnen wollen, sollten Sie zunächst weniger kritische IT-Prozesse auslagern, bzw. abonnieren. Sie suchen sich entweder einen großen Service-Anbieter, beispielsweise Microsoft. Microsoft hat einen großen Pool an Spezialserviceanbietern vertraglich verpflichtet, die dann direkt über Microsoft abonniert und auch abgerechnet werden. Oder Sie suchen sich direkt den Serviceanbieter für Ihre Spezialanwendung, den Sie für die Auslagerung Ihres IT-Service benötigen. Mit Ihrem Serviceanbieter vereinbaren und definieren Sie das SLA (Service Level Agreement). Das SLA ist die Vertragsgrundlage für die von Ihnen gebuchten IT-Services. Im SLA enthalten sind die benötigten und vereinbarten Services, die Definition der Priorität oder Sicherheitsstufe der IT-Services, die definierten Reaktionszeiten bei Problemen oder Ausfällen, Verantwortliche und Ansprechpartner für den Auftraggeber und den Auftragnehmer (Dienstanbieter).


Cloud-based Backup Lösung

Analog zu den oben ausgeführten Beiträgen zu Cloud Computing, geht es bei „cloud-based Backup“ um das Abonnieren eines Backup-Service (Datensicherungs-Service). Eine Backup-Lösung allgemein ist ein Softwarepaket zur Sicherung von Daten. Nach bestimmten Regularien werden die Daten in einem definierten Zeitintervall oder nach bestimmten Ereignissen in ein Archiv weggesichert.

Im Falle der Cloud-based Backup Lösung werden proaktiv die Daten des Abonnenten überwacht und administriert. Die Überwachung bezieht sich nicht nur auf die Speicherung und den Schutz der Daten im externen Rechenzentrum (RZ des Serviceanbieters), sondern auch auf die Überwachung der Datensicherung. Automatisierung der Routine-Backup Aufgaben, damit die IT-Administratoren beim Abonnenten keinen Aufwand mehr damit haben und sich auf Ihre Kernprojekte kümmern können.
Wichtige Merkmale, die im Service enthalten sein sollten:

Online-Datensicherung in ein sicheres Rechenzentrum zum Serviceanbieter.

  • Software für die Datensicherung, inklusive Funktionen wie Daten-Deduplizierung.
  • Werkzeuge für die Erstsicherung ins Rechenzentrum.
  • Werkzeuge für das Desaster-Recovery u.v.m.
  • TurboRestore Appliance, die schnell und ohne Internetverbindung Daten wiederherstellt
  • Überwachung der Datensicherung, der Daten und deren Schutz
  • Proaktive Verwaltung und Administration der Backup-Lösung.


Daten-Deduplizierung

Globale Deduplizierung ist ein Verfahren, welches Backupdaten reduziert über mehrere Geräte und Standorte hinweg – die einzelnen Geräte verhalten sich dabei wie ein System. Alternativ gibt es eine lokale Deduplizierung, bei der die Daten einzeln auf jedem Gerät verringert werden. Vorteil der globalen Deduplizierung ist die Möglichkeit mehrere Systeme effektiv zu verwalten, Load Balancing und Hochverfügbarkeit.

Cloud Recovery

Ein großer Vorteil für Unternehmen die eine Installation von Server, Storage und Netzwerke planen ist Cloud Recovery oder Cloud Backup. Die Kosten die entstehen für die Verwendung des Service sind nutzungsabhängig und müssen nicht in den Investitionsplan mit aufgenommen werden. Es handelt sich dabei also um Betriebskosten. Die Einsparungen können für wichtigere Investitionen genutzt werden.

Damit sich ein „Cloud Recovery“ Lösung wirklich auch so nennen kann, sollten die nachfolgenden Merkmale gegeben sein:

  • Wiederherstellung von Workloads in der Cloud
  • Skalierbarkeit ohne Grenzen und ohne Einrichtungsaufwand
  • Nutzungsabhängiges Abrechnungsmodell
  • Die Infrastruktur muss sicherer und zuverlässiger sein, als die Eigene Plattform
  • Umfassender Schutz, nicht so kompetente Anwender sollten Ihre Daten selbst wiederherstellen können

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